Die Mikrotechnik und ihre Bedeutung

Wer den Begriff Mikrotechnik hört, dem stellt sich zunächst einmal die Frage, was genau er darunter zu verstehen hat. Denn oftmals steht man als Laie vor einem Themenfeld, das einem bisher noch nie begegnet ist. Die Mikrotechnik, die oft auch als Mikrostrukturtechnik bezeichnet wird, befasst sich mit unterschiedlichen Verfahren, die der Herstellung von Produkten dienen, die winzig sind.

Genauer gesagt, liegt die Größe dieser Körper und Strukturen im Bereich der Mikrometer, woher auch der Name Mikrotechnik stammt. Allerdings ist die Mikrotechnologie nicht mit der Nanotechnologie zu verwechseln, die sich mit Körpern und Strukturen befasst, deren Größe unter 100 Nanometern liegt. Insbesondere im Bereich der Entwicklung von Schaltkreisen, die integriert werden, wird die Mikrotechnik angewandt. Hierbei sind die Schaltkreise der erste Punkt, der notwendig ist, um die moderne Computertechnologie überhaupt zu ermöglichen.

Ebenfalls findet sich im Bereich der Mikrotechnik die Mikrosystemtechnik. Von ihr ist immer dann die Rede, wenn nicht nur Speicher- und Logikfunktionen erstellt werden sollen, sondern auch eine Integration von Komponenten aus der Optik, der Biochemie oder der Mechanik angestrebt wird. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet der Mikrotechnik ist die Herstellung von Pumpen, Motoren, Steckern und Co. in kleinsten Ausführungen. Dabei wird oftmals auch von der Miniaturisierung gesprochen.

Die Mikroelektronik wird ebenfalls immer häufiger angewendet. Sie steht für alle Arten der Anwendung, die in Verbindung mit Silizium stehen. Auch die Kombination verschiedener Anwendungsgebiete, wie Mikromechanik, Optik oder ähnlichem wird immer bedeutender. Werden in der Mikrotechnik verschiedene Strukturen und Körper erschaffen, muss dies grundsätzlich unter Reinraumbedingungen erfolgen.

Mikrotechnologe ist die Berufsbezeichnung für alle Menschen, die in der Mikrotechnik arbeiten. Allerdings gilt er erst seit etwas über zehn Jahren, genauer seit 1998, als anerkannter Ausbildungsberuf. Je nach Art der Ausbildung werden verschiedene Schwerpunkte, etwa in der Halbleiter- oder der Mikrosystemtechnik gesetzt. Jedoch wird der Ausbildungsberuf noch nicht überall angeboten, derzeit vorrangig in der Region Dresden.